Samstag, 29. Februar 2020

Bangkok die Zweite

Vorgestern mussten wir nach den Strapazen des Vortages mal ausschlafen. Nikki weckte mich dann gegen 10 Uhr á la "Wollen wir nicht langsam mal frühstücken?" - haha, sie riss mich wirklich aus dem Tiefschlaf. Das Frühstück meisterten wir routiniert und erst gegen 11:30 Uhr machten wir uns los. Da wir das kulturell relevante und auch zwingende bereits am Vortag absolvierten, konnten wir uns nun den Annehmlichkeiten widmen.

Unterwegs: Sieht das in Deutschland auch so aus?  

Normaler Verkehr in Bangkok

Stopp #1: Madame Tussauds - eine tolle Sache, die wohl in keiner Weltstadt fehlen darf. Ich war irgendwann mal in London dort (vor 20 Jahren auf einer Klassenfahrt); Nikki noch nie. Daher eine gute Gelegenheit wie wir dachten. Ca. 3km Fußmarsch entfernt im ebenfalls belebten Business District in Siam befindet sich die Ausstellung im Siam Center. Auch interessant: Fieberkontrolle bei Einlass (dabei waren nur eine Handvoll Leute im Museum). Echt interessante Figuren, die meisten kannten wir natürlich; viele asiatische eher nicht (Bollywood, Sportler etc.). Manche sahen gestochen echt aus, bei manchen merkte man, dass die Skulpturen vor mehreren Jahren angefertigt wurden. Trotzdem sehr schön.

 Los geht's

Wer erkennt ihn? Na klar, Pablo Picasso

Albert Einstein

Pavarotti

Die Filme waren soooo gut!

Der aktuell größte Basketballer in der NBA (2,39m), Sun Ming Ming - ausgerechnet aus China


Beethoven

Aktueller Zeitgenosse

King of Pop

007

Mark Zuckerberg - wusstet ihr, warum blau die Farbe von Facebook ist? Mark ist rot-grün blind - daher fiel damals die Wahl auf blau.

Lady Die

Im Anschluss noch eine 10 minütige 4D Vorstellung von Iceage - inklusive ratternder Sessel und Schneekanone (kein Witz)

Danach wollten wir eigentlich das Hard Rock Cafe in unmittelbarer Nähe aufsuchen - eine Stippvisite gehört in jedem Urlaub dazu. Leider waren die ersten beiden Etagen zwecks Privatveranstaltung geschlossen und die dritte, wohin man uns führte, wirklich nicht schön (wie eine Kammer, nicht mal ein Fenster). Somit suchten wir das Weite und kehrten in unsere Hood zurück und nahmen ein kleines Lunch ein (es war ja bestimmt auch schon 15 Uhr).


 
Wir waren hier, wenn auch ohne Verzehr

 
Mittagssnack (geteilt) im Det5

Und nun? Was fehlte denn bisher? Na klar, Zeit für eine Massage. Für nur 300 Baht (ca. 8-9€) ließen wir uns eine Stunde lang die Füße massieren. Ein Traum - im wahrsten Sinne des Wortes, man munkelt, uns wären beide auch mal die Augen zugefallen, hihi.

Exzellente Auszeit

Danach kehrten wir aufs Zimmer ein und ruhten ein wenig bevor wir uns für den Abend vorbereiteten. Es gab einige Optionen, wir entschieden uns aber für ein Abendessen in der Straßenküche um die Ecke mit anschließendem Besuch einer Rooftop Bar, ebenfalls um die Ecke. Der Ausblick aus der 32. Etage: wirklich sensationell. Alternativ hätten wir natürlich auch die berühmte Sky Bar aus Hangover II in der 64. Etage besuchen können - allerdings wird die aktuell auch nicht mehr so empfohlen - man kommt kaum hoch (sondern wird in den Bar's weiter unten abgefertigt) und ein Gin Tonic für 35€ muss dann auch nicht sein. Somit verweilten wir einige Stunde in der Above Eleven Bar und hatten einen schönen Abend.

Nikki noch etwas skeptisch

 
Danach in die Bar

Ausblick I

Ausblick II - Männer WC Ecke

Äußerst versierte Barkeeper - ich startete mit einem Pisco Sour in den Abend

Buntes Treiben

Gegen 23 Uhr waren wir dann im Bett, denn am nächsten Tag mussten wir ja früh raus. Somit waren dann die Bangkok Tage schon gezählt und mein Fazit ist gezogen: es ist eine Stadt, die in der Nacht mehr bietet als am Tag. Schicke Hotels, tolle Straßenküchen, ein ausgeprägtes Nachtleben mit allerlei Optionen. Nachts ist  Remmidemmi angesagt: Live Music, offene Bar's und Clubs; am Tage kann man chillen; überall Happy Hour und es gibt nicht wirklich viel zu sehen. Keine Wahrzeichen für eine Stadt wie das Brandenburger Tor oder die Freiheitsstatue - kein Motiv, das ein Stadtbild prägt wie die Petronas Tower oder ein Marina Bay Sands. Dennoch: Für einen kurzen Stopover auf der Durchreise definitiv geeignet. Uns hat's sehr gefallen - 2-3 Tage aber auch ausreichend.

Donnerstag, 27. Februar 2020

Bangkok - wie es lebt und lacht

Uns war ja klar, dass wir die erste Nacht nicht so gut schlafen würden, aber dass das so eine Katastrophennacht wird, hätten wir beide nicht gedacht. Eingeschlafen sind wir eigentlich ziemlich schnell und auch erst nach Ortszeit um 0 Uhr, aber ab 2 Uhr war an Schlaf nicht mehr zu denken. Ich hatte einen Reizhusten des Todes und sobald ich mich in eine annähernde waagerechte Position gebracht habe, ging es von vorne los. Erik war so schlau und hat dann nach einer Stunde doch noch eine kleine Schlaftablette genommen (anstatt Champions League zu schauen) und schön geschnorchelt. Nun ja, hab dann bisschen gegoogelt und mir schon mal einen thailändischen Hustenstiller rausgesucht.
Als ich dann Gott sei Dank nochmal von 7 bis  halb 10 geschlafen habe, ging es danach unter die Dusche und ab zum Frühstück. Frühstück ist nicht schlecht, aber auch nicht besonders. Toast mit Toast, eine Eggstation ist auch vorhanden und auch frisches Obst und Suppen etc. Nur der Kaffee leider ungenießbar.  Preis-Leistung ist aber wirklich in Ordnung.

 
Frühstückszeit

 Der Buffett-Raum

Nun gut, aufs Zimmer, Schlachtplan geschmiedet und losmarschiert. First Stop 7-Eleven, Hustenmedizin für meinen nicht aufhörenden Husten geholt. Taxi angehalten und hab in die andere Ecke von Bangkok Richtung Altstadt zum Königspalast. Aufgrund eines Thailänders, der uns erzählte der Palast sei erst wieder in einer Std für Touristen geöffnet und uns mit einer Skizze zu einer anderen Touristenattraktion 2km entfernt lotste, sind wir erst mal durch die Gegend gelaufen. Volle Straßen, massenhaft Touristen und am Ende haben wir gemerkt, dass der nette Thailänder uns eigentlich nur ein Tuk-Tuk andrehen wollte. Wir als freudige Schrittzähler sind die 2km aber natürlich gelaufen. Angekommen an dem anderen Ende des Palasts haben wir aber schnell gemerkt, auch Touris können aktuell rein.  

Hustenstiller - entziffern kann das niemand

Also los durch die Security, Erik noch schnell eine luftige Hose gekauft, da seine Chino doch etwas warm war und in der dafür vorgesehenen Umkleidekabine haben wir uns lange Kleidung angezogen und nun hieß es sich ganz der Kultur hingeben.  

Königspalast I



Königspalast II

  Königspalast III
Was soll ich sagen, es ist ein wunderschöner Palast mit einem tollen Tempel, viel Glitzer, viel Gold, sehr bunt und toll errichtet. Wirklich eine Pracht. Aber eben auch nur ein Tempel. Laut Reiseführer, findet man etwas Vergleichbares nirgends anders im ganzen Land und daher ein Muss für jeden Bangkokbesucher. Mit 500Baht (ca. 15€) pro Kopf allerdings auch nicht günstig. Wir sind dort durch den öffentlichen Teil gewatschelt und haben uns das alles angeschaut. Kurz dazu, 1782 wurde der Palast und Tempel nach Bangkok verlegt. Es war die höchst gelegene Stelle und somit am sichersten in Bezug auf Hochwasser. Umgehauen hat uns das aber jetzt nicht, Kultur muss aber natürlich sein =)

 
Selfie-Time, Wetter leider etwas regnerisch 



Kultur und noch mehr Kultur
    
Weiter sind wir dann noch zum Wat Pho. Dort ruht der riesige Buddha und auch eine absolute Touristenattraktion. Dort hatten wir aber unser Tief und beobachteten erstmal das Treiben, bevor wir selbst los zogen. Info nebenbei, in jedem Tempel muss man Schuhe ausziehen, irgendwann echt lästig, Gott sei Dank hatten wir dieses Mal festes Schuhwerk an und somit Socken, Fußpilz wäre sonst vorprogrammiert. Wir haben uns den mächtigen goldenen Kerl angeschaut, der stolze 45m lang ist und in dieser Position seinen Eingang ins Nirvana symbolisiert. Danach gab es noch einen Tempel mit einem Buddha zu besichtigen und dann ab ins Hotel zurück.

Der 45m lange Buddha



Wir beide


Riesiges Teil



Vor dem Tempel ein schöner Brunnen



Hier kommen auch viele zum Beten. Bei einem großen Staatstag bzw. besonderen Anlässen sind im Übrigen alle Attraktionen für die Touristen geschlossen.


 Wat Arun, hier hat uns der Thailänder hingelotst. Haben wir aber nur aus der Ferne betrachtet, da wir keine Fähre fahren wollten. 


Eigentlich wollten wir erst am Pool etwas ruhen, aber auf Grund des Regens war alles nass. Also doch direkt nochmal los. Wir sind nebenan in die kleine Straßenküche, von der wir gestern berichteten, für einen Snack eingekehrt. Es hat uns auch sehr überzeugt. Super lecker gewesen. Danach gab es eine kleine Ruhephase für mich und Erik ist aufs Laufband. 




Alles nass und lädt nicht zum Verweilen ein


Daher doch ein kleiner Imbiss - super leckere gebratene Nudeln zum Teilen

Für den Abend haben wir uns einen kleinen Nightmarket ausgesucht, der in der Umgebung von uns ist und den wir gestern erspäht haben. Kleine Stände zum Shopping und viel Essen. Live-Musik wurde auch gespielt. Es war eine tolle Atmosphäre und lud wirklich zum Verweilen ein. Als dann doch ein nicht so tolles Lied kam, sind wir schnell gegangen, da wir uns noch die bekannte Khaosan Road anschauen wollte. Diese Straße ist ab 17 Uhr für Autos geschlossen. Erik kannte diese schon von vor 5 Jahren mit den Jungs und meinte, die muss man gesehen haben. Es war einfach nur überfüllt, ein Club lauter als der andere und man wurde von allen Seiten angequatscht. Aber einen kleinen Drinkie gab es dennoch in einer Bar weiter hinten. Erik probierte dieses Mal keinen Skorpion, aber Krokodil und es war ungenießbar. Danach suchten wir aber auch schnell das Weite.

 
Überall leckere Stände

 
Lädt zum Essen ein

 Allerdings doch das schlechteste Essen was wir bis jetzt hatten

 
 Dafür tolles Ambiente...

...mit toller Live-Musik

 Cocktails konnte man auch trinken...

Angekommen auf der Khaosan Road

Überall wird mit frischen Spießen gelockt... Skorpione im Übrigen auch

Am Ende der Khaosan Road, dafür etwas ruhiger....

Und Drinks wieder im richtigen Glas.

Zum Abschluss einen ungenießbaren Krokodil Spieß...

Abreise :-(

Hallo zusammen, leider ist unser Urlaub schon wieder vorbei. Einfach Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergangen ist. Heute Morgen um 7:44 Uh...